Schweizer Gesundheitssystem bleibt auf Platz 1

11 Dez 20
AGZ

Seit 2010 nimmt die Schweiz an den Befragungen des CWF teil. Die diesjährigen Ergebnisse sind im OBSAN-Bericht 12/2020 publiziert. Die Schweiz belegt – wie bereits in anderen internationalen Studien – bei der Beurteilung der Leistungen den 1. Platz.

Die internationalen gesundheitspolitischen Befragungen des Commonwealth Fund (CWF) fanden im Jahr 2020 weltweit während der Covid19-Pandemie statt. In der Schweiz wurden 2284 Personen ab 18 Jahren nach ihren Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem gefragt. Wie bereits in den Jahren 2010, 2013 und 2016 sind die Ergebnisse im internationalen und zeitlichen Vergleich interpretiert.

Hohes Qualitätsniveau

88 Prozent der Wohnbevölkerung der Schweiz – in der Deutschschweiz sogar 91 Prozent – beurteilen die Leistung des Gesundheitssystems als sehr gut oder gut. Damit liegt die Schweiz vor Norwegen und Deutschland auf dem ersten Rang. Zudem bewerten 97,2 Prozent der über 18-Jährigen die allgemeine Qualität als hervorragend, sehr gut oder gut. Dies entspricht einer Verbesserung von 2 Prozentpunkten seit 2016. Diese neuen, international anerkannten Zahlen belegen, dass die Schweiz das hohe Qualitätsniveau halten und weiterentwickeln konnte.

Selbstverantwortung funktioniert

In den letzten Jahren hat eine Sensibilisierung bezüglich der «Kosten-Nutzen-Abschätzung» stattgefunden. Der Anteil Personen, die aus Kostengründen auf medizinische Leistungen verzichten, ist zwischen 2010 und 2020 gestiegen: von 10 Prozent auf 23 Prozent. Vor allem Personen mit höherem Bildungsabschluss verzichten häufiger auf medizinische Leistungen. Die von allen Einkommensschichten genannten Gründe für einen Verzicht weisen auf eine wachsende Selbstverantwortung der Bevölkerung hin.

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