BAG verschwendet Steuergelder für eine falsche Studie über Einkommen der Ärzte

Montag, 29. Oktober 2018
AGZ

Das BAG hat offensichtlich nichts anderes zu tun, als immer wieder die Ärzteeinkommen anzugreifen.

Die Ärzte schaffen auf Grundlage des KVG und des Bundesstatistikgesetzes Transparenz über ihr Einkommen. Das Bundesamt für Statistik erhebt die Arzteinkommen im Rahmen der Erhebung «Strukturdaten der Arztpraxen und ambulanten Zentren» MAS.


Für das Jahr 2015 weist das BFS im Rahmen der Erhebung MAS für eine durchschnittliche Arztpraxis einen Gesamtumsatz von CHF 545’000 aus. Der durchschnittliche Gesamtaufwand dieser Praxis lag bei CHF 390’000. Das Betriebsergebnis für die Einzelpraxis (= Einkommen des Arztes und Praxisinhabers) betrug im Jahr 2015 somit CHF 155’000. Davon werden CHF 138’000 aus der obligatorischen Krankenversicherung generiert. Das ist die aktuelle und reale Einkommenssituation der Ärzte.


Das BAG hält sich nicht an diese seriöse Erhebung der Arzteinkommen durch das Bundesamt für Statistik und beauftragt das Büro BASS mit einer eigenen Einkommenserhebung. Durch die Verwendung veralteter Daten und die fragwürdige Darstellung statistischer Ausreisser entsteht ein verzerrtes Bild von der Einkommenssituation aller Ärzte.


Die AGZ stellt sich die Frage, warum das Bundesamt für Gesundheit nicht dem über alle statistischen Zweifel erhabenen Bundesamt für Statistik vertraut, und Steuergeld für eine fragwürdige Studie verschwendet. Offensichtlich will das Bundesamt Druck auf die Gesetzgebung ausüben, weil seine Kostendämpfungsstrategie im KVG umgesetzt werden soll.


Das Ärztebashing des BAG muss jetzt aufhören. Das BAG soll keine Steuergelder verschwenden, um Stimmung gegen Ärzte zu machen, sondern seine Ressourcen dafür einsetzen, die Qualität des Schweizer Gesundheitswesens zu erhalten.


Kontakt für weitere Auskünfte:
Dr. med. Josef Widler, Präsident, 079 448 79 48, josef.widler@agz-zh.ch
Dr. iur. Michael Kohlbacher, Generalsekretär, 079 488 00 14, michael.kohlbacher@agz-zh.ch