Die wichtigsten Fakten zum neuen Aerztefon

Freitag, 22. Dezember 2017
AGZ

Am 1. Januar 2018 nimmt das AERZTEFON den Betrieb auf. Drohen nun Wartezeiten am Telefon? Wer behandelt mich jetzt im Notfall? 10 Antworten zum neuen Dienst.

Erschienen im Tagesanzeiger am 22. Dezember 2017 

Was ist das Ärztefon?

Es ist ein Service der Zürcher Ärzte und Apotheker und ist für nicht lebensbedrohliche medizinische Notfälle im ganzen Kanton Zürich gedacht.

Wie funktioniert das neue telefonische Angebot?

Unter der Nummer 0800 33 66 55 kann jede Person im Kanton Zürich bei einem Notfall anrufen. Eine geschulte Fachperson nimmt den Anruf entgegen und vermittelt dem Patienten den geeigneten Dienstleister. Dies kann ein Hausarzt in der Nähe sein, eine Apotheke oder eine Notfallpraxis.

Was muss man tun bei einem lebensbedrohlichen Notfall?

Hier ändert sich überhaupt nichts, es gilt weiterhin die Sanitätsnotrufnummer 144, welche die Sanität und die Ambulanz alarmiert.

Warum gibt es das Ärztefon?

Einerseits bringt es den Patienten dorthin, wo er die richtige Hilfe erhält, andererseits können damit Kosten gespart werden. Zudem werden die Notfallstationen in den Spitälern von Patienten entlastet, die eigentlich gar nicht dorthin gehören.

Wer ist die Trägerschaft des Ärztefons?

Die Ärztegesellschaft des Kantons Zürich wird zusammen mit der Standesorganisation der Zürcher Zahnärzte und dem Apothekerverband das Ärztefon führen.

Vermittelt das Ärztefon nur Hausärzte?

Nein, es nimmt auch Kontakt mit Psychiatern, Kinder- und Zahnärzten sowie Apotheken auf. Zudem kann es auch einen ärztlichen Hausbesuch organisieren oder die Ambulanz, falls dies nötig sein sollte.

Was passiert mit den bestehenden Notfalldienstorganisationen?

Wer auf die Nummer einer schon vorhandenen Notfalldienstorganisation anruft, wird automatisch mit dem Ärztefon verbunden. Die alten Nummern werden schrittweise abgeschaltet. Die bestehenden Organisationen führen ihre Arbeit im Auftrag des Ärztefons weiter.

Mit wie vielen Anrufen rechnet das Ärztefon?

Gemäss Hochrechnungen wird die neue Triagestelle für nicht lebensbedrohliche Notfälle rund 250 000 Anrufe pro Jahr entgegennehmen.
Bei Gratisnummern kommt der Anrufer häufig in eine lange Warteschlaufe. 

Wird dies beimÄrztefon auch der Fall sein?

Die Betreiber versuchen, die Wartezeit kurz zu halten. Ziel ist, dass der Anrufer nach 30 Sekunden mit der geschulten Fachperson in Kontakt ist.

Wie kam es zum Ärztefon?

Der Kantonsrat hat das neue Gesundheitsgesetz mit grosser Mehrheit beschlossen und damit auch Ja zum neuen Ärztefon gesagt. Dies, weil die Notfallversorgung zunehmend stärker gefordert ist: Es gibt immer mehr Leute, und die Bevölkerung wird immer älter.

Die wichtigsten Fakten zum neuen Ärztefon

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